Holz für Hochbetten | © Zbyszek Nowak & jörn buchheim - Fotolia.com

Lohnt es sich, Hochbetten selbst zu bauen?

Die qualitativ hochwertigen Hochbetten der meisten Hersteller haben ihren Preis. Gemessen an der Sicherheit, der Holzqualität, dem Service und den zusätzlichen Angeboten sind die Preise absolut angemessen, wenngleich sich mancher vielleicht an den Kopf fassen und denken wird: da baue ich das Hochbett für meine Kinder doch lieber selbst! Diese Alternative gibt es natürlich auch. Wir klären auf, ob sich der Selbstbau wirklich lohnt und was für Vor- und Nachteile er mit sich bringt.

Welches Bett und wie baue ich es?

„Können wir das schaffen? Ja, wir schaffen das!“

Bevor Sie sich an den Eigenbau eines Hochbettes machen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was für eine Art Hochbett will mein Kind?
  • Wie ändern sich die Bedürfnisse meines Kindes eventuell noch?
  • Woher bekomme ich massives Holz (Kiefer/Buche/Birke/Linde), das auf keinen Fall zu Bruch geht, um mein Kind zu schützen?
  • Was kostet mich das Holz und das womöglich noch anzuschaffende Werkzeug und Material für den Eigenbau?
  • Habe ich die Zeit für den Eigenbau und rechnet sich diese?
  • Traue ich mir überhaupt zu, ein Hochbett selbst zu bauen und die Verantwortung für die Gesundheit meines Kindes zu übernehmen?

Die Liste der Fragen kann fortgesetzt werden. Wichtig ist, sich einen genauen Plan zu machen, die Kosten, wie die Zeit, die zu investieren ist, im Voraus zu überschlagen und das Ganze genau mit dem Kind zu besprechen. Denn schließlich geht es darum, das Kind mit dem Bett glücklich zu machen.

Hochbettkonstruktion

Die Vorteile des Eigenbaus

Der Eigenbau des Hochbettes bietet gerade hinsichtlich der Flexibilität in der Größe und Art des Bettes eine nicht zu verkennende Anzahl an Vorteilen. Einige davon haben wir zusammengetragen:

      Sie können die genaue Größe des Bettes bestimmen. Wenn ein Zimmer besonders klein ist oder eine, für ein Hochbett eigentlich zu niedrige Decke hat, können Sie die Maße genau auf das Zimmer abstimmen. Somit sparen Sie sich eine Suche nach dem einigermaßen passenden Hochbett.
      Sie entwerfen das Bett nach den Wünschen des Kindes. Über das Holz, die Farbe zum Anstreichen, bis hin zu Extrawünschen, wie einer Leiter mit vielen Stufen oder einer Nachttischablage am Bettgestell, ihr Kind kann bei allem mitbestimmen, sodass das exakte Wunschbett entsteht – vorausgesetzt, Sie können die Wünsche handwerklich auch umsetzen.
      Falls ihr Kind schon alt genug ist, kann es sich mit Ihnen zusammen an den Bau des Bettes machen. Natürlich gilt dabei allergrößte Vorsicht. Aber beim Anmalen der Bretter für das Hochbett zum Beispiel können die Kleinen sogar eine echte Hilfe sein. Vielleicht wollen sie das Bett ja ganz bunt und mit eigenen Motiven bemalen?

Die Nachteile des Eigenbaus

Obwohl der Eigenbau eine Menge Spaß bringen kann und die Möglichkeiten der Gestaltung groß sind, bringt er auch einige Nachteile mit sich. Die Liste dieser Nachteile ist leider lang. Die wichtigsten Fakten haben wir hier zusammengetragen:

1) Überlegen Sie einmal, wieviel Zeit beim Eigenbau des Hochbettes draufgeht. Wenn Sie ein geübter Handwerker sind und Hilfe von ein bis drei Leuten haben, müssen Sie mit einem vollen Arbeitstag rechnen. Darin sind die Beschaffung der Materialien und die Planung noch nicht einbezogen. Diese Zeit könnten Sie alternativ auch damit verbringen, mit ihrem Kind zu spielen oder einen Tagesausflug mit der Familie zu machen.
2) Wenn Sie das Hochbett selbst konstruieren, fehlt eine angemessene, fachmännische Überprüfung in puncto Sicherheit. Was, wenn das Bett bei zu viel Belastung, wie einer Kissenschlacht oder Ähnlichem plötzlich nicht mehr standhält? Solch ein Risiko sollte unbedingt vermieden werden!
3) Bedenken Sie, dass im Falle eines Unfalles der Versicherungsschutz bei selbstkonstruierten Betten mit hoher Wahrscheinlichkeit größere Probleme bereiten wird. Die Kinderbetten anerkannter Markenhersteller werden in regelmäßigen Abständen von unabhänigen Instituten wie dem TÜV geprüft!
4) Die mitwachsenden Betten vieler Hersteller, wie Flexa, Dolphin oder Lifetime sind in jahrelanger Planung ausgetüftelt und perfektioniert worden, um ihr Kind über Jahre hinweg mit den entsprechenden Umbausätzen zu begleiten. Im Selbstbau dürfte solch ein Konzept recht schwierig sein.

Unser Fazit zum Eigenbau eines Hochbetts

Obwohl der Eigenbau für den ein oder anderen, der sich allgemein mit Schreinerei oder Handwerk auskennt, eine Menge Spaß und kreative Entfaltung bringen kann, muss doch klar gesagt werden, dass der Aufwand sich nicht wirklich lohnt. Wer nicht gerade ein Profi im Bettenbau ist, wird zu viel Zeit und Geld investieren müssen, als dass sich die Arbeit am Ende rechnet. Wir raten dazu, sich ausführlich über diverse Betten zu informieren und im Falle eines Entscheides für ein Hoch- oder Systembett auf qualitativ hochwertige und zuverlässige Marken zu setzen, anstatt sich selbst an einem ähnlichen Bett zu versuchen.

Sollten Sie sich über die Vielzahl der erhältlichen Kinderbetten informieren möchten, finden Sie hier eine Übersicht der wichtigsten Hersteller im Kindermöbel-Bereich, sie können rechts über die Filter einfach die gewünschten Hersteller ein- oder ausblenden!