Holz für Hochbetten | © Zbyszek Nowak & jörn buchheim - Fotolia.com

Kleine Materialkunde – aus welchen Materialien werden Hochbetten gemacht? TEIL 1

Grundsätzlich kann man Hochbetten aus fast allem machen. Natürlich ist diese Aussage wenig zielführend, deshalb sehen wir uns die gängigen Hochbett-Vertreter mal an und erörtern nachfolgend die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien.

Massivholz

Klassische Hölzer für die Herstellung robuster Hochbetten sind die nordische Kiefer, unsere Buche und manchmal auch die Birke oder Linde, worbei die beiden letztgenannten durchaus als Exoten gelten dürfen. Das Gros der Betten wird aus nordischer Kiefer gefertigt, ein gewisser, fester Anteil der Hochbetten besteht aus Buche und vereinzelt kommen die anderen Hölzer zum Einsatz.

Hochbetten aus nordischer Kiefer

Da ein signifikanter Anteil der Kinderbetten-Hersteller aus Skandinavien kommt, ist es nur naheliegend, dass die nordische Kiefer zum Bettenbau eingesetzt wird. Es gibt zwar auch noch die brasilianische Kiefer, aber die kommt besonders bei den Hochbetten eigentlich nicht zum Einsatz. Einen tollen Artikel zu den Unterschieden der beiden Bäume finden Sie hier.
Da die Kiefer zügig wächst, ist Ihr Holz inzwischen weder als Brennstoff, noch bei der Papierherstellung, beim Hausbau oder eben beim Möbelbau wegzudenken. Überall wird Kiefer eingesetzt. Die Eigenschaften des Holzes sind in jedem Bereich gut, weshalb es sich zum Einsatz beim Bau von Hochbetten bestens eignet:

  • Es ist robust, d.h. den Hochbetten sichert es Langlebigkeit
  • Es wird derzeit eigentlich nur noch in FSC-zertifizierten Wäldern angebaut, d.h. es ist ökologisch einwandfrei
  • Im Vergleich zur brasilianischen Kiefer neigt es nicht zum Verziehen
  • Es ist bei der Fertigung leicht zu handhaben, was weniger Aufwand bei der Herstellung und damit günstigere Preise bedeutet

Hochbetten aus massiver Buche

Buche ist besonders in Deutschland ein wichtiges Nutzholz. Lange war das Holz die zweite Wahl gegenüber der Eiche, aber das änderte sich in den letzten Jahrzehnten. Inzwischen wird es nicht nur wegen seines enorm hohen Heizwerts geschätzt, es wird auch vermehrt bei der Möbel- und Spielzeugproduktion eingesetzt. In Europa ist nur die Rot-Buche heimisch, und ihren Namen hat sie wegen der rötlichen Färbung des Holzes.
Die Dichte es Holzes macht es zu einem sehr stabilen und harten Baustoff, was sich besonders bei Hochbetten wieder vorteilhaft auswirkt und zu einem besonders stabilen Bett führt.

Hochbetten aus Massivholz

Generell bin ich ein absoluter Fan von Betten aus Massivholz. Allein schon wegen des tollen Wohnklimas, der individuellen Struktur jedes einzelnen Möbelstücks, lohnt es sich, vermehrt auf Massivholzmöbel zu setzen. Darüber hinaus atmen Massivholzmöbel und regulieren dadurch die Raumluft. Sie sind komplett recyclebar und sind heutzutage fast ausschließlich nachhaltig produziert. Das Magazin Schöner Wohnen hat sich ebenfalls mit den Vorteilen von Massivholzmöbeln beschäftigt und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.